Samstag, 9. Mai 2015

Wie wird ein Rasen schön?

Das werde ich immer wieder gefragt, weil... mein Rasen einfach schön ist. Schön bedeutet: gleichmäßig, dicht, grün und kein Unkraut.

Wie geht das? Auch bei mir war dieser Zustand nicht immer der Fall - daher meine Tipps:

Rasenpflege ist nicht schwer, wenn man es systematisch betreibt und ein paar Grundprinzipien beachtet. Aber irgendwann muss man anfangen. Sagen wir mal - jetzt.

Vertikutieren. Ja, wahrscheinlich die falsche Jahreszeit - aber was soll's. Einfach machen: sehr kurz mähen, Vertikutierer besorgen (z.B. im Baumarkt leihen oder für ein paar Kröten bei Amazon kaufen) und loslegen.

Jetzt sieht der Rasen wirklich grausam aus. Macht nichts. Großzügig Dünger ausbringen und warten. Das wird schon.

Mähen. Je öfter, desto besser. Wenn ich den Rasen oben abmähe, verzweigt sich die Wurzel und der Rasen wird dichter.

Nicht zu tief mähen. Gebt der Pflanze doch ruhig ein paar Blätter, damit sie kräftig werden kann.

So und jetzt sollte man das Projekt angehen, den Rasen von Unkraut zu befreien. Die einzig sinnvolle Maßnahme ist Chemie. Im gut sortierten Baumarkt gibt es allerlei an Mitteln, die man sprühen kann oder sogar Rasendünger mit Unkrautvernichtern. Eine Sisyphusarbeit am Anfang. Keine Furcht: das wird irgendwann besser.

Düngen. Die üblichen Langzeitdünger halten (a) nicht so lange, wie auf der Packung draufsteht und (b) brauchen Zeit, um zu wirken. Sorgfältig die Farbe der Grashalme prüfen. Auch direkt an der Grasnarbe. Wenn sie dort gelb werden, muss man nachdüngen.

Bewässern. Aber halt - Vorsicht! Hier kann man viel falsch machen. In unseren Breitengraden braucht man Rasen eigentlich nicht dauernd zu bewässern. Sondern eigentlich nur in ausgedehnten Trockenperioden und im Hochsommer.

Günstig wäre es einmal des Rasen quasi zu ertränken. Dann warten. Die Erde trocknet von oben nach unten ab und die Wurzel der Graspflanze wächst ebenfalls nach unten, um Wasser zu bekommen. Ideal! Damit wird die Graspflanze stark.

Schlecht ist es, den Boden durch kurzes Wässern oberflächlich immer feucht zu halten. Dann wächst die Wurzel nie nach unten. Schlecht ist es auch, den Rasen tief austrocknen zu lassen. Dann verdorrt er.

Das gepaart mit der natürlichen Bewässerung (Regen) zeigt, dass man hier ein Gefühl entwickeln muss.

So, jetzt wird es Herbst. Speziellen Herbstdünger aufbringen. Damit kommt der Rasen leichter durch die Frostperiode. Und wenn diese vorbei ist: düngen.

Frühzeitig düngen, damit das Unkraut nicht früher wächst als das Gras. Wenn man es richtig macht, verdrängt das Gras einfach das Unkraut.

Der erste Schnitt muss wohlüberlegt sein: Ruhig das Gras hoch wachsen lassen, Dann abmähen. Aber nicht zu tief! So bildet die Pflanze wieder Ausleger und wächst schön kräftig weiter.

Damit wären wir schon am Ende. Von oben wieder anfangen.

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